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Methotrexat

Methotrexat (MTX) ist ein Analogon der Folsäure (Vitamin B9). Es inhibiert als Folsäure-Antagonist kompetitiv und reversibel das Enzym Dihydrofolat-Reduktase (DHFR). Der Wirkstoff wird als Zytostatikum (Antimetabolit) in der Chemotherapie eingesetzt.

 

Autoimmunerkrankungen

Bei Autoimmunerkrankungen wird Methotrexat eingesetzt, um die bei diesen Erkrankungen krankhafte Aktivität (Überaktivität) des Immunsystems zu unterdrücken. Methotrexat kommt als Medikament der zweiten Stufe dann zum Einsatz, wenn die Medikamente der ersten Stufe (zum Beispiel Kortison) nicht ausreichen. Die Menge an Methotrexat, die bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird, ist meist sehr viel niedriger als die in der Therapie von Tumoren benötigte. Methotrexat gehört zu den wichtigen Basismedikamenten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und kann, bei regelmäßiger Kontrolle der Blutwerte und der Organfunktion, über viele Jahre gegeben werden.

  • rheumatoide Arthritis oder primär chronische Polyarthritis
  • Juvenile idiopathische Arthritis
  • Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)
  • Systemische Sklerose (Sklerodermie)
  • Polymyositis-Dermatomyositis
  • Psoriasis
  • Multiple Sklerose
  • Uveitis
  • Morbus Crohn
  • Churg-Strauss-Syndrom-CSS
  • Morbus Boeck
  • Rezidivierende Polychondritis
  • Colitis ulcerosa (als Reservemedikament bei Azathioprin-Unverträglichkeit)
  • Polymyalgia rheumatica
  • Riesenzellarteriitis
  • Vaskulitis

Nebenwirkungen

Wie bei anderen Zytostatika auch, leiten sich die Nebenwirkungen vor allem von den hemmenden Auswirkungen auf sich schnell teilende Körperzellen ab. Sie sind jedoch sehr viel stärker bei hochdosierter Gabe bei Tumoren als bei niedrigdosierter, manchmal langjähriger Gabe bei rheumatischen Erkrankungen.

  • Infektanfälligkeit
  • Hepatopathie
  • Lungenfibrose, Alveolitis

weiterhin können auftreten:

  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, gastrointestinale Blutungen
  • Blutbildendes System: Anämie, Leukopenie
  • Keimzellen: Störung in der Spermatogenese und der weiblichen Eizelle
  • Haarausfall
  • Schädigungen innerer Organe, vor allem bei längerer Gabe: Nierenschädigung, Blasenschädigung, Schleimhautentzündungen
  • Störungen im Zentralnervensystem

Fertilität

Bei Frauen wird die Fertilität durch eine Methotrexat-Therapie nicht beeinträchtigt. Bei Männern kann die Spermienzahl verringert sein. Dies normalisiert sich jedoch nach Absetzen des Medikaments.

Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderwunsch

Eine Schwangerschaft muss bei der Behandlung mit MTX ausgeschlossen sein, da Schäden im Erbgut auftreten können. Störungen bei der Bildung von Spermien und Eizellen sind möglich, daher muss während der Behandlung und nach Abschluss der Behandlung für die folgenden drei bis sechs Monate die Empfängnisverhütung gewährleistet sein.

Als Antidot steht die Folinsäure und Carboxypeptidase G2 zur Verfügung.

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Sonntag, 23. April 2017.

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